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Bedeutung der Banken für die Volkswirtschaft

Der Wohlstand einer Volkswirtschaft hängt in erster Linie vom Wachstum seiner Unternehmen ab, da diese ihren Mehrwert unter anderem in Form von mehr Arbeitsplätzen, höheren Löhnen, höheren Steuer- und Sozialabgaben und höheren Dividenden an ihre Umwelt weitergeben. Nachhaltiges Wachstum kann aber nur durch Investitionen generiert werden, die in der Regel einer Fremdfinanzierung bedürfen, da zum einen das Investitionsvolumen nicht vollständig aus der Unternehmenssubstanz gestemmt werden kann und zum anderen die Fremdfinanzierungskosten bei ökonomisch sinnvollen Investitionen unter der Rendite der Investition liegen (Leverage-Effekt). Somit sind Banken für den Wohlstand einer Volkswirtschaft von entscheidender Bedeutung.

Banken können durch ihre Funktion als Finanzintermediär Unternehmen das nötige Kapital zur Verfügung stellen, damit diese die für den zukünftigen Erfolg notwendigen Investitionen tätigen können. Als Finanzintermediär nimmt eine Bank Spareinlagen ihrer Kunden entgegen, sammelt diese in einem Pool und vergibt aus diesem Pool heraus Kredite.

Hierbei erfüllen Banken drei volkswirtschaftliche Funktionen:
1. Losgrößentransformation
Wie bereits oben beschrieben führt eine Bank Angebote in Form von Einlagen und Nachfrage in Form von Kreditwünschen zusammen. Viele in der Regel kleine Sparbeträge werden in einem Pool zusammengefasst, aus dem einige große Kredite vergeben werden. Ergo werden viele kleine Beträge in wenige große Beträge transformiert. Dank dieser Poolbildung sind die unterschiedlichen Zeithorizonte der Spareinlagen und der Kredite miteinander vereinbar.

2. Fristentransformation
Die Fristentransformation besagt, dass eine Bank langfristige Kredite nur in Höhe langfristiger Spareinlagen vergeben darf (Goldene Bankregel). Allerdings wurde diese Regel in den letzten Jahren und Jahrzehnten aufgeweicht, da heute auch ein bestimmter Anteil der kurzfristigen Einlagen (Bodensatz) langfristig in Form von Krediten vergeben werden darf. Mit Hilfe der Fristentransformation soll die Bank im Falle eines Liquiditätsengpasses, bei Ertragsproblemen oder bei der Gefahr eines Bank Runs überlebensfähig bleiben.

3. Risikotransformation
Die Vergabe von Krediten ist immer mit Risiken (bspw. Kreditausfall-, Länder- und Währungsrisiken) verbunden, die das Kreditinstitut im Rahmen der Risikotransformation übernehmen muss. Die BaFin verpflichtet die Banken jedoch, vor der Kreditvergabe die Bonität des Schuldners zu überprüfen und den bestehenden Kreditpool permanent im Hinblick auf Ausfallwahrscheinlichkeit der einzelnen Kredite zu überwachen.